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Neues aus dem Berufsfeld Raum- und Bauplanung "Plavenir"

Am Donnerstag 2. Mai 2019 fand im SIA-forum in Zürich die 2. GV des Dachverbandes PLAVENIR «Berufsbildung Raum- und Bauplanung» statt. Als Vertreter von LV IBZ war Präsident Stefan Suter anwesend. Hier die wichtigsten Punkte aus der Sitzung:

Aufbau Geschäftsstelle und Kommunikation

Seit Dezember 2018 stand die Evaluation der zukünftigen Plavenir-Geschäftsstelle im Vordergrund. Die Geschäftsstelle soll den Vorstand administrativ entlasten und bei den anstehenden Projektentwicklungen und Projektdurchführungen die Verantwortung übernehmen. Von drei Verbandsmanagement-Firmen wurden Angebote eingefordert und Gespräche geführt. Nach eingehender Prüfung entschied sich der Vorstand für die Zusammenarbeit mit der AMKplus GmbH. Das Amt des Plavenir-Geschäftsführers wird Marco von Wyl, Mitinhaber der Firma AMKplus GmbH (www.amkplus.ch) übernehmen.

Die Kontaktdaten lauten:
Eichistrasse 1
6055 Alpnach
041 670 02 02
info@plavenir.ch
www.plavenir.ch

Die Geschäftsstelle soll in den nächsten Monaten aufgebaut werden, die nötigen Strukturen für die operative Arbeit wird geschaffen. Gegenüber der Branche und den Trägerorganisationen werden die Plavenir-Anliegen in Form von Newslettern und Medienmittelungen (Beiträge für die Fach- und Verbandszeitschriften) kommuniziert.

Finanzplanung bis 2025

Plavenir geht in den nächsten Jahren von einem jährlichen Finanzbedarf von ca. Fr. 240'000.- aus. Gemäss Finanzierungsplan soll im Jahr 2025 ein BBF etabliert sein. Um den künftig markant höheren Mittelbedarf zu finanzieren, müssen die Mitgliederbeiträge deutlich angehoben werden. Den Anwesenden wurde ein Verteilschlüssel für die künftigen Beiträge ausgehändigt. Im Modell wird davon ausgegangen, dass die Lasten ausschliesslich durch die Trägerverbände getragen werden. Ziel der Vorstellung und der Diskussion ist es, dass die Trägerverbände die erforderlichen Abklärungen und Schritte in ihrem Budgetprozess (ab Jahr 2020) planen können.
Basis des Modells bildet der Grundbeitrag pro Stimmrecht, welcher gegenüber heute verdoppelt werden soll. Die noch fehlenden Mittel werden über den «Plus-Beitrag» gedeckt. Die Höhe des «Plus-Beitrags» orientiert sich an der Anzahl Lehrverhältnisse, welche die einzelnen Trägerverbände repräsentieren. Entsprechend wird im Modell der «Plus-Beitrag» den Verbänden aus den Bereichen Ingenieurbau und Architektur zugewiesen.
Bei den Grundbeiträgen sollen die reinen «Ausbildungsverbände» BBV und LV IBZ mit einem Rabatt von 50% entlastet werden, da es sich nicht um Berufsverbände, sondern um Ausbildungsorganisationen handelt.
Mittelfristig sollen dank eines allgemeinverbindlichen Berufsbildungsfonds auch die «Nicht-Verbandsmitglieder» einen Beitrag an die berufliche Bildung leisten.

Totalrevision Bildungsverordnung

Bezüglich Totalrevision Bildungsverordnung wird in den nächsten 12 Monaten ein Fahrplan entwickelt. Mit dem SBFI wird geklärt, ob eine 5-Jahresprüfung stattfinden soll oder über andere Wege die Situation analysiert wird.

SwissSkills

Im Jahr 2020 wird die nächste SwissSkills stattfinden. Plavenir wird den Zeichnerberuf repräsentieren, analog dem Auftritt im Jahr 2018. Auf Berufsmeisterschaften soll vorläufig verzichtet werden. Plavenir beschränkt sich auf die Berufsdemonstration, welche 2018 sehr grossen Anklang fand.

Treffen Geschäftsführer und Präsidenten «Round Table»

Mit den Präsident/innen und Geschäftsführer/innen der Trägerverbände soll noch vor den Sommerferien ein gemeinsames Treffen zu den folgenden Besprechungspunkten stattfinden:

  • Informationen zur Geschäftsstelle Plavenir
  • Kurz-, mittel- und langfristige Aufgaben Plavenir
  • Mittelbedarf (Finanzplanung)
  • «Commitment» zum Aufbau eines BBF (Berufsbildungsfonds)
  • Übergangsfinanzierung bis BBF wirksam: Vorstellung Verteilschlüssel, Diskussion und Einigung

WICHTIG - Bei dieser Diskussion werden Entscheide anstehen, welche für die berufliche Grundbildung grosse Tragweite haben. Wer sich aktiv einbringen kann/will, soll sich umgehend an das Sekretariat LV IBZ wenden. So können Anregungen und Wünsche aufgenommen und in die Diskussion eingebracht werden.

Allgemeinverbindlicher Berufsbildungsfonds BBF

Der Aufbau eines BBF hat sehr hohe Priorität. Zu beachten ist jedoch, dass erfahrungsgemäss umfangreiche und entsprechend kostspielige juristische Abklärungen nötig seien, um die BBF-pflichtige Berufsgruppe und die Abgrenzungen zu bestehenden BBFs zu definieren. Entsprechend hoch ist der Finanzbedarf für das Aufgleisen des BBF. Die Anwesenden anerkennen, dass mit einem BBF die «Trittbrettfahrer» (Nicht-Verbandsmitglieder) besser eingebunden und die Verbandsmitglieder etwas entlastet werden könnten.

Unterentfelden, 19. Mai 2019
Stefan Suter
Präsident LV IBZ